<![CDATA[Racketschule Smart Play - Blog]]>Thu, 21 Jan 2021 11:44:30 +0100Weebly<![CDATA[Im namen der gesundheit...]]>Tue, 22 Dec 2020 07:26:01 GMThttp://www.racketschule.ch/blog/im-namen-der-gesundheitDer 22. Dezember ist ein trauriger Tag für den Breitensport in der Schweiz. Neben der Gastronomie, kulturellen und Freizeiteinrichtungen, müssen auch die Sportanlagen schliessen. Bis mindestens zum 22. Januar soll diese Massnahme gelten. Dies um das Infektionsgeschehen einzudämmen und wieder unter Kontrolle zu bekommen. Es ist also zu unserem Schutz - zumindest wird es von den Entscheidungsträgern so dargestellt. Doch ist das so?

Um es in der Folge auf die Rückschlagsportarten zu beschränken. Das würde also bedeuten, dass Racketsport in der jetzigen Situation ein zu hohes Risiko für weitere Ansteckungen mit Covid-19 darstellt. Wenn wir von Racketsportarten sprechen, müssen wir rund um diese Thematik sicherlich differenzieren. Wenn wir Squash richtig spielen und um Punkte spielen möchten, können wir den verlangten Abstand in der Tat nicht einhalten und es kann in der Box auch zu Körperkontakt kommen. Es ist naheliegend, dass Squash insofern zu den problematischen Sportarten zu zählen ist. Beim Tennis, Tischtennis oder Badminton sieht die Sache jedoch fundamental anders aus. Der verlangte Abstand kann problemlos eingehalten werden, die Center und Vereine haben zudem Sicherheitskonzepte entwickelt. Es gibt überhaupt keine Evidenz dafür, dass diese Sportarten bezüglich der Corona-Pandemie ein Problem darstellen. Trotzdem müssen die Center schliessen und die Vereine mit ihren Trainings aussetzen. Ein Verbot ohne jegliche Grundlage und dies im Namen der Gesundheit...

Gesundheit: Ein komplexes Thema, scheinbar jedoch nicht in der Politik! Ein Schlüssel für Gesundheit ist für genügend Bewegung zu sorgen. Kontaktlose (gemeint im physischen Sinne) Sportarten sollten gefördert und kein Verbot ausgesprochen werden. Einmal mehr ist eine Massnahme völlig kontraproduktiv. Im Herbst 2018 wurde eine viel beachtete dänische Studie publiziert, welche untersuchte, wie sich die Ausübung bestimmter Sportarten auf die Lebenserwartung auswirkt. Das Ergebnis: Tennisspielende leben im Schnitt 9,7 Jahre länger als der Durchschnitt in der Bevölkerung. Beim Badminton sind es 6,2 Jahre. Damit steht Tennis an der Spitze der untersuchten Sportarten. Zum Vergleich: Regelmässiges Fitnesstraining brachte "nur" einen Gewinn an 1,5 Jahren, regelmässiges Jogging ein plus an 3,2 Jahren. Was dabei auch festgestellt wurde: Neben der Bewegung sind es insbesondere auch die sozialen Kontakte während der sportlichen Betätigung, welche einen immensen gesundheitsfördernden Effekt haben. Zudem strich der Co-Autor dieser Studie, Dr. James O'Keefe, noch einen weiteren Faktor heraus:

"Du kannst zum Beispiel nicht Badminton spielen, ohne dich wieder wie ein Kind zu fühlen. Es ist einfach nur purer Spass."

In diesem Sinne: Wie wäre es einmal mit etwas Racketsport, liebe Bundesrätinnen und Bundesräte? Die Racketschule Smart Play steht auch für Sie offen - derzeit nicht, aber hoffentlich dann wieder ab dem 23. Januar...
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<![CDATA[Faszination racketsport]]>Tue, 13 Oct 2020 22:00:00 GMThttp://www.racketschule.ch/blog/faszination-racketsportSchon früh in meiner Kindheit war ich fasziniert von Sportarten, welche mit einem Racket gespielt wurden. Zu Hause hatten wir einen Tischtennis-Tisch, um erste Erfahrungen zu sammeln, knapp über die Tischhöhe blickend. In der Primarschule organisierte ich Tischtennis-Turniere für meine Schulkolleginnen und Schulkollegen, malte an die Hausaussenwand eine Linie für die Netzhöhe, um geduldig, alleine gegen die Wand mit einem übergrossen und viel zu schweren Holzracket meines Vaters zu spielen und imaginäre Matches bspw. zwischen John McEnroe und Ivan Lendl auszutragen. Stars, welche ich vom Fernsehen her kannte und deren Bewegungsabläufe ich versuchte zu imitieren.
Es folgte der Eintritt in den Tischtennisclub Herisau, bevor an meinem Wohnort Abtwil ein eigener Tischtennisverein, der TTC Gaiserwald, gegründet wurde, mit meiner Mutter als Gründungsmitglied. Im Gründenmoos besuchte ich während einiger Zeit Tennis-Unterricht, doch parallel Fussball, Tischtennis und Tennis zu spielen, war dann doch etwas gar viel, da "zwischendurch" auch Schulunterricht auf dem Programm stand. Während dem Besuch der Kantonsschule kamen Squash und insbesondere Badminton dazu. Häufig machten wir uns nach der Schule auf den Weg in den Säntispark, um Doppel zu spielen und nahmen an Plauschturnieren teil.

Während meiner Studienzeit in Zürich intensivierte ich mein Tennisspiel und trat schliesslich dem TC Neftenbach bei, welcher gleichzeitig meine erste Station als Tennistrainer werden sollte.

Im Jahre 2007 hörte ich erstmals von einer Sportart namens Racketlon, als Kombination der vier genannten Rückschlagsportarten. Wow, das tönte vielversprechend und so nahm ich im gleichen Jahr am erstmals ausgetragenen Racketlon Swiss Open teil. Auf Anhieb war ich fasziniert von dieser aufkommenden Sportart. Etwa drei Jahre später gründete ich zusammen mit 5 weiteren «Racketlethen» (Nicole, Renato, Thomas, Tuncay und Arno) einen Racketlon-Club namens 4 Rackets Rhine Valley, der zu einem dominierenden Verein der Szene werden sollte.

Es folgten auch erste Starts bei internationalen Turnieren. Mit der Nationalmannschaft vertrat ich die Schweizer Farben in den Jahren 2011 - 2013 bei den Weltmeisterschaften in Mailand, Sofia und in den Niederlanden. Weitere Racketlon-Reisen führten nach Prag, Wien, Stockholm, … und waren tolle Erlebnisse als Kombination von intensivem sportlichem Wettkampf und Sightseeing, verbunden mit vielen interessanten Bekanntschaften mit Spielerinnen und Spielern aus anderen Nationen. Aufgrund von Hüftbeschwerden musste ich jedoch ab 2015 kürzertreten und mich vom aktiven Wettkampfgeschehen verabschieden.

Doch die Faszination an den Racket-Disziplinen ist geblieben und versuche ich nun in Trainings weiterzugeben. Alle vier Sportarten sind äusserst komplex, haben Gemeinsamkeiten, jedoch auch beträchtliche Unterschiede. Am besten ausprobieren oder vertiefen...

               Willkommen in der Racketschule Smart Play

geschrieben von Suat Ulusoy, Racket-Sportler

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